Komm zur Ruhe! Den Alltag entschleunigen

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Ich habe gerade den Podcast „Fest & Flauschig“ mit Olli Schulz und Jan Böhmermann gehört. Olli Schulz hat dabei davon gesprochen wie sehr es ihn nach München zieht und wie sehr die Stadt ihn beruhigt. Diese kurze Exkursion nach München hat sich so sehr mit meinen Erfahrungen gedeckt das ich gar nicht anders kann als einen kleinen Beitrag zu dem Thema entschleunigen zu tippen.

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„Entschleunigung“ wofür steht das Wort überhaupt? Ich habe das Wort zum ersten mal genutzt als ich in 2010 ein Marketingkonzept für einen Concierge Service entworfen habe. Damals habe ich es eher als eine Floskel gesehen als ernsthaft über die Bedeutung nachzudenken (Concierge Service… wir entschleunigen Ihren Alltag… lassen Sie sich treiben…). Wenn man in den Duden schaut findet man folgendes zu dem Wort Entschleunigung:

schwaches Verb

Perfektbildung mit »hat«

eine [sich bisher ständig beschleunigende] Entwicklung, eine Tätigkeit o. Ä. gezielt verlangsamen

sein Leben, die Finanzmärkte entschleunigen

Entschleunigen/ den Alltag verlangsamen/ durchatmen ist heute wichtiger als jemals zuvor. Es ist Tatsache das die Menschen früher weniger gestresst/- „entschleunigter“ waren. Heute zu Zeiten in denen jeder ein Privates und ein berufliches Smartphone hat, dazu Laptop, iPad, Smartwatch & Co. dreht sich der eigene Globus immer schneller. Meine Prognose: es ist wie bei kleineren Säugetieren – das Herz schlägt schneller und wir sterben früher.

Damit ihr mich nicht falsch versteht, sicherlich gab es auch früher schon Stress, doch ich habe den Eindruck das sich meine Welt sowohl digital als auch analog sich immer schneller bewegt. Der Kalender wird voller, das Klingeln wird lauter und der Tag immer kürzer.

Die Lösung willst du wissen? Es ist die Kraft der süßen Verlockung zu widerstehen, die Kraft der Hektik den dicken zu zeigen und sich um die Familie zu kümmern. Wann hast du das letzt mal etwas einfach so gemacht? Wann hast du das letzte mal deine lieben angerufen? Einfach so. Wann hast du deinem Partner, deiner Mama, jemandem der dir wichtig ist das letzte mal Blumen geschenkt? Einfach so. Wann bist du das letzte mal alleine oder mit deinen Kindern auf dem Friedhof gewesen und hast deine Vorfahren besucht? Einfach so. Es sind diese kleinen Dinge die dein Leben entschleunigen und dich zu einem besseren Menschen machen.

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Ich werde meinen Mac gleich zuklappen und meine Oma anrufen. Ich werde Oma fragen ob sie noch weiß wie ich mit fünf Jahren immer am Fenster vom Kindergarten stand und Ausschau nach ihr gehalten habe. Außerdem werde ich mir eine Erinnerung setzen jeden Sonntag jemanden anzurufen der mir wichtig ist.

Einfach so.

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