Comics – wie sie aufzubewahren sind

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Comics haben mich schon immer interessiert aber mangels Erfahrung habe ich bisher immer die Finger davon gelassen. Vor einigen Wochen habe ich entdeckt das es einen Comicbuchladen in München gibt. Also bin ich kurz darauf schnurstracks zu Comic Company in der Fraunhoferstraße 21 marschiert. Mein erstes Heft ist Convergence der Welten, eine Serie in der unterschiedliche Welten aus dem DC Universum aufeinander treffen. In diesem speziellen Heft trifft Bruce Wayne auf seinen Vater Thomas Wayne. Ich war von der ersten Minute an süchtig und habe noch am selben Abend die Batman Serie bei Panini Abonniert.

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Detective-Comics-Nr.-27-Jahr-1939Wer sich dem sammeln von Comics hingibt der lässt sich auf eine wahre Wissenschaft ein. Tatsächlich gibt es einiges zu beachten um den Wert der guten Stücke nicht zu gefährden. Das teuerste Comicheft der Welt ist aus dem Jahre 1939, zeigt den ersten Auftritt von einem Superhelden namens „the Batman“, kostete damals 10ct und hat heute einen geschätzten Wert von 3,4 Mio. Dollar. Jetzt stelle man sich mal vor Opa hätte damals zufällig genau dieses Heft gekauft und es lag über all die Jahre auf dem Speicher. Leider wurde es nicht richtig gelagert und befindet sich daher in einem katastrophalen Zustand. Das wäre für jeden Verkäufer bzw. für jeden Sammler eine absolute Katastrophe. Es gibt in Fachkreisen eine Klassifizierung in der die 0 für exzellent und die 4 für zum wegwerfen steht. Diese Zahlen haben großen Einfluss auf den Kauf. Damit sich das Comic in dem Zustand befindet in dem es den meisten Wert hat gibt es drei wichtige Komponenten zu beachten.

Zum einen kommt das Comic in eine Folie (möglichst ohne Luft) in der es vor Staub und anderen äußeren Einflüssen geschützt ist. Bei diesen Folien gibt es unterschiede. Einer der meist geschätzten Hersteller ist Mylar. Mylar stellt Folien in einer besonderen dicke (4 Mil) her während andere lediglich 2 Mil oder noch dünner anbieten. Qualität ihren Preis denn 25 Hüllen von Mylar kosten rund 25,00 € was in etwa 1 € pro Hülle entspricht. Günstigere Anbieter nehmen für 100 Hüllen rund 7,00 € was in etwa 7 Cent pro Hülle entspricht.

Die nächste Komponente ist das sogenannte Backing Board. Hinter dem Fachbegriff Backboard verbirgt sich ein Stück Pappe. Diese Pappe kommt mit dem Comic in die Folie damit es Stabil bleibt und auf keinen Fall Knicke bekommt. Auch hier ist es wichtig nicht einfach ein Stück Pappe zu kaufen. Das Wort das jedem Sammler die Furcht in die Augen treibt ist nämlich Säure. Normale Pappen enthalten i.d.R einen geringen Säureanteil. Diese Säure kommt in so geringen Mengen vor das sie für den Menschen nicht weiter schädlich ist. Wenn aber ein Comicheft (zum Teil viele Jahre) mit der Pappe in der Folie eingeschlossen ist kann die Farbe fast gänzlich entweichen. Deshalb legt der bedachte Sammler besonderen Wert darauf das seine Backing Boards möglichst frei von Acid sind.

Backboard

Die letzte und vermutlich wichtigste Komponente ist Licht bzw. kein Licht – also Dunkelheit. Ähnlich wie Säure lässt zu viel Sonneneinstrahlung die Farbe aus dem Comic entweichen. Deshalb sollten wichtige Exemplare stets in der Dunkelheit aufbewahrt werden.

Der erfahrene Sammler hat bestimmt noch weitere Kniffe und Tricks um Comics gut zu verwahren aber ich denke die wichtigsten haben wir soweit zusammen getragen. Weitere wertvolle Tips findet Ihr auch in Comicforen oder auf Youtube.

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