Hey Baby, kommst du mit ins Bett? Mein Testbericht zum neuen MacBook

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Ich nutze es nun schon einige Monate, das sagenumwobene neue MacBook von Apple. Vorgestellt wurde es erst in diesem Jahr. Im Grunde genommen ist es der Erbe des MacBook Air. Da das Air nach wie vor im Verkauf ist hat man dieses Modell schlicht MacBook genannt. Ich nenne es liebevoll das MacBook „Helium“ da es dünner und leichter als das MacBook Air ist, leider auch im Bezug auf die Leistung. Trotzdem ist es das beste und nützlichste Notebook das ich je besessen habe. Wie bereits erwähnt begleitet mich das Helium nun schon mehrere Monate und wurde von mir, für mich… und für euch, auf Herz und Nieren getestet.

MacBook

Fangen wir mit dem warum an

Das Helium ist nicht günstig, es ist auch nicht verhältnismäßig, es ist schlicht teuer. Für den selben Betrag würde ich ein MacBook Pro oder ein 11“ Air mit guter Ausstattung bekommen. Es hat auch wesentlich weniger Leistung als seine großen und kleinen Brüder, da gibt es nichts zu beschönigen. hoch Aufwändige Prozesse… kannste vergessen. Das MacBook hat einen USB-C Anschluss auf der linken Seite und einen 3,5 mm Klinkenanschluss auf der rechten. Apple verweist auf kabellose Möglichkeiten zur Übertragung: Stichwort Bluetooth, AirDrop, Cloudservices & co. Rund 1500,00 Euro kostet alleine die schwachbrüstige Standardausführung. Zu den Spezifikationen kommen wir aber später noch einmal.

In meinem Falle lassen sich alle diese negativen Aspekte mit einem Wort aushebeln und damit kommen wir auch schon zu der nächsten Kategorie.

MacBook

Formfaktor

Der Formfaktor ist einfach großartig. Der Begriff Helium passt sehr gut. Wichtig waren mir beim Kauf weder Leistung noch ein großer Screen. Ich wollte ein geiles Gerät das mobil eine gute Figur macht, schlank ist und zudem in die Kategorie „Leichtgewicht“ fällt. Für aufwändige Prozesse nutze ich den iMac, gespielt wird auf der Konsole. Der pfiffige Leser wird jetzt fragen warum ich kein Tablet nutze. Meine Antwort ist immer die gleiche, ich benötige ein richtiges Betriebssystem und noch wichtiger eine richtige Tastatur. Wer arbeitet schon mit einem iPad?

Das MacBook fühlt sich bei aller Leichtigkeit mehr nach Mac als nach iPad an. Das Lüfterlose Gehäuse und das geringe Gewicht verleiten aber dazu das Gerät an Orte mitzunehmen die bisher dem iPad vorbehalten waren. Beispielsweise das Bett, die Küche oder auch das Badezimmer. Diese Orte haben bei mir weder MacBook Pro noch Air jemals gesehen. Frauchen hingegen greift hier nach wie vor lieber zum iPad.

Menschen die ihr Notebook mit ins Bett nehmen, es im Auto oder auf dem Fenstersitz einer billigen Airline aufklappen werden mir zustimmen wie Mobil sich das Teil anfühlt. Wem die Leistung wichtiger als der Formfaktor ist der sollte lieber in Richtung MacBook Air oder Dell XPS 13“ gehen.

Wir halten also fest, das MacBook 2015 bietet ein Betriebssystem und einen geilen Formfaktor, genau das ist der große Unterschied zu anderen Modellen.

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USB-C und die Sache mit den Adaptern

Anschlüsse wie USB 2 & 3, SD, HDMI, VGA, Ethernet & Co wurden nicht verbaut. Menschen die produktiv damit arbeiten müssen auf kurz oder lang zu einem Adapter greifen. Adapter für USB-C Ports gibt es in Hülle und Fülle. Genau hier bin ich auf eine Hürde gestoßen. Alle USB-C Adapter haben einen USB-C Ausgang jedoch fehlt zumeist der USB-C Eingang. Dementsprechend kann das MacBook bei angeschlossenem Adapter nicht geladen werden. Außerdem sind Apples klassische MacSafe Anschlüsse mit einem Magneten versehen, was in punkto über das Kabel stolpern und Co. sehr n(sch)ützlich ist. Das einstecken des USB-C Steckers ist Frickelei und man benötigt beide Hände dafür. In dieser Hinsicht ist USB-C ganz klar ein Rückschritt und ich muss euch den überteuerten Adapter von Apple empfehlen.

USB-C ist,wenn wir über das Problem mit den Adaptern hinwegsehen, eine feine Sache. Alles geht schneller und leichter. Ich freue mich auf die Zeit in der dieser großartige Standart auch an anderen Rechnern zu finden ist und das ewige gesuche nach dem passenden Kabel ein Ende hat. In meinem Workflow werden die meisten Prozesse mittlerweile sowieso Kabellos erledigt.

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Leistung

Kurz und knapp, die Specs des MacBook sind nicht besonders beeindruckend. Zwei Modelle, eines mit 256 GB Flash (1449,00 €) und eines mit 512 GB Flash Speicher (1799,00 €) hat Apple im Sotiment. Zusätzlich stehen unterschiedliche Prozessoren sowie die Farben Silber, Space Grau und Gold zur Auswahl.

MacBook

  1. 1,1 GHz Dual-Core Intel Core M Prozessor (Turbo Boost bis zu 2,4 GHz) mit 4 MB gemeinsam genutztem L3‑Cache (256 GB Modell)
  2. 1,2 GHz Dual-Core Intel Core M Prozessor (Turbo Boost bis zu 2,6 GHz) mit 4 MB gemeinsam genutztem L3‑Cache (512 GB Modell)
  3. 1,3 GHz Dual-Core Intel Core M Prozessor (Turbo Boost bis zu 2,9 GHz) mit 4 MB gemeinsam genutztem L3‑Cache (300,00 € Aufpreis zum jeweiligen Modell)

Die weiteren technischen Spezifikationen sind nicht optional:

  • 8 GB 1600 MHz LPDDR3-Arbeitsspeicher (On‑Board)
  • Intel HD Graphics 5300
  • 802.11ac-WLAN-Technologie,kompatibel mit IEEE 802.11a/b/g/n
  • Bluetooth 4.0
  • USB-C
  • 480p FaceTime Kamera
  • Abmessungen und Gewicht, Höhe: 0,35 bis 1,31 cm, Breite: 28,05 cm, Tiefe: 19,65 cm, Gewicht: 0,92 kg

Im Netz rufen viele Stimmen wie schlecht doch das neue MacBook performt. Ebenso viele Stimmen halten dagegen. Jemand behauptete sogar das er damit 4K Videos rendern könne. Beide Seiten haben recht und unrecht.  Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Das MacBook ist mit Sicherheit nicht für aufwändige Anwendungen gemacht. Prozesse die nicht zu anspruchsvoll sind erledigt das gute Stück sehr zu meiner Zufriedenheit. Die 8 GB RAM werden 90% der Nutzer reichen. Wer damit ein bisschen Surft, Texte schreibt und Fotos bearbeitet kommt gut zurecht. Un-Anspruchsvolle Spiele stellen ebenfalls keine Probleme dar. Wer Videos rendern und/-oder aktuelle Spiele spielen möchte, der treibt das kleine MacBook (auch in der hochwertigsten Variante) schnell an seine Grenzen.

Akku

Eine der Paradedisziplinen von Apple ist die Akkulaufzeit, egal ob iPhone, iPad oder Mac. Das neue MacBook setzt diese Tradition fort. Dank einer Art von Schicht auf Schicht System findet der Akku auch in der letzten Gehäuseecke seinen Platz. Mit einem ausgewogenen Mix aus surfen, arbeiten und streaming komme ich, mit einer Akkuladung, auf rund sieben Stunden bei durchgehender Nutzung. (Richtwert). Bei starker Nutzung sind es ca. vier Stunden und wer lediglich Texte schreibt der kommt wahrscheinlich sogar auf 10h Akkulaufzeit. Ich habe das Gefühl reines Video- Streaming wirkt sich negativ auf den Akku aus (fünf Stunden). Drei Filme, dann ist Schluss. Der Akku ist dank USB-C in einer knappen Stunde wieder voll aufgeladen.

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Tastatur & Force Touch Trackpad

Die neue Tastatur mit dem sogenannten Butterfly Mechanismus ist absolute Spitze. Ich kann damit schneller, leiser und effektiver schreiben. Die LED Beleuchtung ist nochmal eine Spur schicker als bei den anderen Modellen da nun hinter jeder taste eine einzelne LED Lampe sitzt.

Die Tastatur ist genau mein Ding und ein fettes Plus auf der Pro Seite. Einige Menschen beklagen sich aus mir unbegreiflichen Gründen über die Tastatur. Ob der potentielle Käufer sie mag kann er mit einer Reise in den nächsten Elektronikmarkt selbst herausfinden, denn das MacBook ist mittlerweile fast überall ausgestellt.

Tastatur

Das Force Touch Trackpad ist größer als bei den Air und Pro Modellen, es bietet mir jedoch keinen Mehrwert. Die Force Touch Funktion findet in meinem Alltag absolut keine Anwendung, ist aber nett gemacht. Nichtsdestotrotz baut Apple die besten Trackpads auf unserem Planeten, da gibt es keine widerrede.

Trackpad

Sonstiges

Positiv zu erwähnen ist der verbaute Lautsprecher. Einen klaren, kräftigen Sound kann der Hörer erwarten. Auch das Retina Display steht dem der anderen Modelle in nichts nach, klare helle Farben schaffen ein schönes Gesamtbild. Wenn auch kein richtiges Edge to Edge Display verbaut wurde so ist der Rahmen doch deutlich schmaler als bei allen anderen Modellen von Apple. Reflektion ist kaum vorhanden, die Displays sind schließlich eine weitere Paradedisziplin von Apple. Im Vorfeld negativ bewertet wurde die schlechte 480p Facetime Kamera. Ja die Kamera hat keine tolle Auflösung, ja für den Preis kann man mehr erwarten und nein ich bin über die Kamera nicht glücklich. Dennoch bin ich über die Kamera auch nicht unglücklich, da ich wie die meisten Menschen, diese Kamera nur seltenst benutze. Für den ein oder anderen Video Chat langt die Qualität und für mehr ist diese Kamera sowieso nicht gedacht.

Fazit

Ich bin hinsichtlich des MacBook zwiegespalten. Es macht haptisch eine wirklich gute Figur. Gehäuse, Trackpad, Tastatur und Display sind einfach toll. Die inneren Werte sind weder gut noch schlecht. Standarisierte Prozesse und einige Stufen darüber hinaus sind definitiv machbar. Professionelle und aufwändige Abläufe sind hingegen schwerer zu bewerkstelligen aber machbar. Der Preis ist überzogen, selbst wenn man den Wiederverkaufswert von Macs dagegen rechnet. Wer bereit ist den hohen Preis zu zahlen, der bekommt ein tolles Gerät, das sich fast wie ein iPad anfühlt, mit OSX performt und scharf ist wie ein MacBook Pro.

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