Ein paar Worte zur Apple Watch

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Sie ist ja nun schon einige Tage auf dem Markt und ich bin wohl einer der ersten der sie bekam. Dennoch möchte ich keinen klassischen Testbericht über die Apple Watch veröffentlichen. Was die Uhr kann, das könnt Ihr in schier endlosen Testberichten auf unzähligen Webseiten lesen. Ich möchte euch erklären warum die smarte Uhr mir persönlich den Alltag erleichtert, wie ich sie nutze und ob sie mir einen realen Mehrwert bietet.

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Ach was gab es für ein bohai als die erste Smartwatch aus dem Hause Apple angekündigt wurde. Unzählige Stimmen verlangten nach einer Smartwatch und unzählige andere Stimmen waren dagegen. Warum dagegen? Keine Ahnung, wissen diese Menschen wahrscheinlich selbst nicht so genau. Natürlich hat Apple versucht die Apple Watch, so wie bei allen anderen Smartwatches auch, als Livechanger zu verkaufen. Das sich durch die Apple Watch das Leben verändert ist doch ein schöner Grund sie zu kaufen. Apple betreibt wieder einmal geniales Marketing.

Optik & Haptik

Kommen wir zur Optik und zur Haptik der smarten Uhr. Optik ist immer vom Empfinden des einzelnen abhängig. Einige behaupten die Uhr sieht aus wie dem Kaugummiautomaten entsprungen, andere hingegen möchten ihr einen Design- Award verleihen. Tatsächlich bin ich auf jemanden gestoßen der die Pepple Time attraktiver findet als die Apple Watch. Ganz ehrlich, ich finde die Apple Watch ist eine der schönsten Smartwatches auf dem Markt. Schöner finde ich nur die Motorola 360. Hier würde mich aber der Plattfuß enorm stören. Die LG Watch Urbane finde ich auch ganz nett, diese ist mir aber im gesamten zu kitschig. Gold und schwarz passen nicht immer gut zusammen. Der Rand der Apple Watch könnte etwas schmaler ausfallen. Durch die schwarzen Apps wird dieser Umstand aber gut kaschiert. Wie gesagt, Design ist Ansichtssache.

Haptisch gibt es bei der Apple Watch nichts zu bemängeln. Ich habe die Smarte Uhr ja nun schon einige Tage und fasse sie noch immer gerne an. Keine Gebrauchsspuren in dieser Zeit. Das Sport- Armband fühlt sich in keinster Weise „billig“ an. Lediglich wenn der Arm nass ist hat das Armband zu viel Grip. Das empfinde ich als sehr unangenehm. Da der Boden der Uhr nach außen steht, könnten Menschen mit knochigen Armen bzw. Handgelenken, hier Probleme bekommen. Die Ping´s, Pling´s und sonstigen Töne sind genau wie das haptische Feedback einfach Spitze.

Zwischenfazit, die Haptik überzeugt mich. Bei dem Preis erwarte ich das aber auch. Ob Sie optisch überzeugt muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Software

Die Apple Watch ist das erste Produkt seiner Art aus dem Hause des besagten Herstellers. Demnach ist klar das es noch einige Unstimmigkeiten gibt. So ist es auch. An sich bin ich mit dem Watch OS sehr zufrieden. Die Bedienung gestaltet sich angenehm und intuitiv. Lediglich das Hauptmenü mit diesen wobbeligen, runden Symbolen hätte ich mir anders bzw. besser gewünscht. Eine klassische Tabelle zum Scrollen hätte mir gefallen.

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Auf der Keynote der Entwicklerkonferenz (WWDC) hat Apple bereits viele tolle und neue Ideen für das nächste Watch OS präsentiert. Da wird noch einiges an Verbesserungen kommen, muss auch.

Der Akku

Bereits im Vorfeld hat Apple offen über die Akkulaufzeit gesprochen. 18h soll der Akku der Apple Watch bei starker Nutzung durchhalten. Das kann ich voll bestätigen. Die Uhr muss zwar jeden Abend ans Ladegerät aber das passt. Auch wenn ich mal vergesse die Apple Watch am Abend zu laden, komme ich am nächsten Tag locker bis mittags über die Runden. An einem „normalen“ Tag hat meine Apple Watch abends noch rund 40-50% Restenergie. Das reicht mir.

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Preise

Die Apple Watch ist überteuert, da gibt es nichts zu diskutieren und auch nichts zu beschönigen. Ich habe mich für das günstigste Modell (Sport, 38mm, Sportarmband) entschieden und habe dafür 399,00 € gezahlt. Wer sich für das größere 42mm Modell der klassischen Apple Watch entscheidet, dazu noch ein schickes Armband, der ist schnell bei 800,00 € und mehr. Kann man mal machen, muss man aber nicht. Andere Kaufen sich Uhren für 50 000,00 € oder gar für über 100 000,00 € aus der Schweiz. Da wirkt selbst das teuerste Modell der Apple Watch Edition mit dem roten Leder- Armband (18 000,00 €) nahezu günstig.

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Ich kann gut verstehen das diese spezielle Uhr den meisten Menschen zu teuer ist. Ich kann hingegen auch verstehen wenn jemand die Classic für 800,00 € kauft. Was ich nicht verstehen kann sind Menschen die andere über die vermeintliche Fehlinvestition belehren. Wenn jemand mit seiner Apple Watch glücklich ist, dann lass ihn halt.

Wie ich die Uhr nutze

Bisher habe ich die Apple Watch nahezu jeden Tag. Es ist toll wenn ich kurz meinen Arm drehe und sehe was auf meinem iPhone passiert. Die Spielereien wie etwa den Pulsmesser nutze ich gar nicht. Übrigens kann ich bestätigen das der Pulsmesser, im Vergleich zu einem professionellen Gerät, nur geringfügig abweicht. Gut zu wissen, wenn ich es denn nutzen würde. Auch mit Apps für Twitter & Co. arbeite ich auf der Apple Watch nicht. Wenn ich fünf Minuten Luft habe, schaue ich nach wie vor auf mein iPhone.

Bei mir hat die Apple Watch lediglich die Aufgabe eingehende Benachrichtigungen und die Zeit anzuzeigen. Im Notfall kann man sie auch mal als Taschenlampe einsetzen oder damit telefonieren.

Für alles andere nehme ich nach wie vor mein iPhone. Praktisch wird es immer dort wo Handy´s nicht erlaubt sind. Stellen wir uns vor du arbeitest bei einer Bank. Die Apple Watch am Arm und das iPhone lautlos in der Tasche. Du wirst nur sehr diskret abgelenkt, bekommst aber mit was rund um dein virtuelles ich passiert. Der Kunde und dein Chef bemerken nichts davon. An dieser Stelle noch der Hinweis, das die meisten Arbeitgeber (insofern es hier eine Regelung gibt), Smartwatches und Smartphones nicht gestatten.

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Fazit

Kommen wir also zum Fazit. Die Apple Watch ist sehr teuer, vielen zu teuer, vielen dennoch den hohen Preis wert. Ob Ihr euch für die Smartwatch aus dem Hause Apple entscheidet hängt von euch ab. Hier aber kommt mein Rat also aufgepasst. Lasst es bleiben. Vorerst. Ihr werdet die Apple Watch, genau wie ich, als Benachrichtigungszentrale nutzen. Auch wenn sie eine tolle Haptik hat, so steht der Preis in keiner Relation zu dem eigentlichen Nutzen.

Vor allem das intelligente Display, welches nur bei einer Armdrehung aufleuchtet, ist auf Dauer sehr nervig. Nehmt das Geld lieber investiert es in ein Xiaomi Mi Band. Von dem Rest fahrt Ihr für ein Wochenende weg.

Wer so bekloppt ist wie ich und nicht die Finger von der Apple Watch lassen kann, der sollte sich für eines der günstigeren Sport Modelle entscheiden. Keiner kann sagen wie lange die Apple Watch seitens Hersteller mit Updates versorgt wird. Außerdem heißt es ohne iPhone „hasta la vista“ Apple Watch. Wird dein nächstes Smartphone überhaupt ein iPhone? Ganz sicher? Nimm das 38mm oder das 42mm Modell der Sport und hast eine schicke, smarte Uhr mit großartiger Haptik und guter Software. Wenn du in zwei Jahren doch keine Apple Watch möchtest, verkaufst du sie für einen Hunni und verdrückst nur ein kleines Tränchen anstatt vieler großer.

Benachrichtigungen diskret empfangen oder telefonieren wie MacGyver macht natürlich schon Spaß, wollte ich nochmal erwähnen. 🙂

Das war mein Beitrag zu Apple Watch. Wenn du bis hierhin durchgehalten hast, danke ich für´s lesen!

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