Einige Worte zu meiner Heimatstadt, Lutherstadt Wittenberg

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Wittenberg, laut Wikipedia siedelten sich hier bereits vor 10 000 Jahren die ersten Menschen an. Im laufe der Jahre wuchs das kleine Städtchen zwischen Leipzig und Berlin zu einer prachtvollen Stadt mit Schlössern und Kirchen heran. Am 31. Oktober 1517 schlug ein junger Mönch namens Martin Luther die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche. Dieser Akt wird bis heute als wahrscheinlich größte und wichtigste Revolution aller Zeiten angesehen, die Reformation. Es entstand die Lutherische Kirche. Anschließend wurde die Stadt von schweren Gefechten fast völlig zerstört und immer wieder neu aufgebaut. Ab dem 20. Jahrhundert gab es im Raum Wittenberg mehr und mehr Industrie. Nach der DDR begann der stetige Verfall der Stadt die sich nunmehr in der BRD befindet.

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Man sagt das man sich nicht aussuchen kann woher man kommt, aber wohin man geht. Nun ich komme aus der sogenannten Lutherstadt Wittenberg. Meine Heimatstadt hat einiges zu erzählen. Es gab Reformation, Krieg, Aufschwung und Abschwung. Letzteres bedroht die Stadt. Der neue Feind heißt Ökonomie. Viele Geschäfte verschwinden, Menschen ziehen weg, die Bevölkerung wird immer älter und Arbeitsplätze fehlen. Auch wenn die älteren Generationen (Eltern, Großeltern etc.) noch hier wohnen, sind viele Menschen meiner Generation weggezogen. Auch ich habe bereits vor 7 Jahren die Stadt, ja sogar das Bundesland verlassen.

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Da ich nicht ständig sondern nur kurzzeitig in der Stadt bin, fällt mir der Verfall der Stadt mehr und mehr auf. Besonders schlimm ist die Innenstadt betroffen. Auch wenn die Regierung mit allem Mitteln wie dem neuen Kaufhaus „Arsenal“ versucht die Stadt attraktiver zu machen, wirken die Straßen oft wie ausgestorben.

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Besserung soll das Jahr 2017 bringen. Hier wird das 500 Jubiläum der Reformation gefeiert. Allerhand wichtige Gäste werden erwartet. Man munkelt das sogar der Papst dem Spektakel beiwohnen wird.

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Mir macht der Zustand meiner Heimatstadt große Sorgen und ich hoffe das Jahr 2017 bringt den gewünschten Aufschwung. Die Stadt ist stark! Große Feinde wurden in den vergangenen Jahrhunderten bezwungen. Noch heute stecken die Kanonenkugeln von Napoleons Armeen in den Wänden des alten Rathauses.

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